Zwischen Rennrad und Microsoft

Lutz W. Tschense, Geschäftsführer im Bereich Microsoft, über Hobby und Beruf.

Hallo Lutz, wie lange bist Du schon bei AKQUINET und was machst Du genau?

Ich bin seit 14 Jahren bei AKQUINET und seit 2010 als Geschäftsführer im Bereich Microsoft tätig. Unsere 65 Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Kiel, Lübeck und Hamburg, sind beim Kunden oder im Homeoffice.

Du bezeichnest Dich als Randonneur? Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

Ich fahre Rennrad. Hier gibt es verschiedene Disziplinen. Die einen fahren auf der Bahn, die anderen auf der Straße. Wir Randonneure haben uns auf lange Distanzen spezialisiert. Es geht darum, lange Strecken per Rad zu überwinden. Dies erfolgt meist autark und mit vergleichsweise wenig Pausen.

Wie lang sind Deine Distanzen?

Meine längste auf dem Rad am Stück zurückgelegte Strecke sind 540 Kilometer. Da bin ich in 19 Stunden von Trondheim nach Oslo, den sog. Styrkeprøven, gefahren. Dieser norwegische Rad-Marathon lockt jährlich 5.000 Hobbyradler an. Im Sommer geht’s gut 2.500 km gen Norden zum Nordkap.

Das klingt anstrengend. Was reizt Dich daran?

Microsoft und Radrennen

Radfahren ist natürlich anstrengend und es gibt Situationen (z. B. bei minus fünf Grad und Schneeregen auf dem Dovrefjel), da möchte ich manchmal einfach absteigen und aufgeben. Aber es entspannt zugleich den Kopf, es ist meine Art der Meditation. Ich sitze den ganzen Tag oder auch mal die ganze Nacht auf dem Rad und kann alles, ob privat oder beruflich, in Ruhe durchdenken. Auf dem Rad habe ich immer die besten Ideen.
 
 

Auf was bist Du denn gekommen?

Einmal habe ich mir einen Sprungturm für die Kinder im Garten ausgedacht, den ich dann auch gebaut habe, auch eine Seilbahn und das große Baumhaus hatten ihren Ursprung auf dem Rad. Außerdem haben wir gerade unser Microsoft-Team bei AKQUINET neu organisiert und eine sehr agile und kollegiale Unternehmensform für uns entwickelt, in der wir das alte Modell „Hierarchien qua einer Rolle“ aufgekündigt haben. Die initiale Idee und die ersten Gedanken dazu habe ich beim Radfahren sortiert.

Was kannst Du von Deinem intensiven Hobby auf den Beruf übertragen?

Bei meinem Sport geht es darum, dass ich Hindernisse überwinde, Grenzen auslote und mit Beharrlichkeit dem Ziel Stück für Stück näherkomme. Einmal angekommen entsteht dieses riesige Glücksgefühl. Diese Beharrlichkeit hilft mir auch in unseren Projekten. Da tauchen ja auch immer mal Probleme und Durststrecken auf, aber wir kommen zum Ziel.

Was reizt Dich an Deiner Arbeit?

Wir beraten meist mittelständische Unternehmen darin, wie sie ihre Prozesse optimieren und diese durch Nutzung von Microsoft-Anwendungen schlank und kostengünstig abbilden können. Das klingt vielleicht fade, ist es aber überhaupt nicht. Der technologische Wandel stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen – und bietet uns viele Chancen für die Zukunft. Unser Partner Microsoft ist – das wissen viele gar nicht – der weltweit größte Anbieter für Cloud-Services im Business-Umfeld. Auch bei Technologien wie KI ist Microsoft eine treibende Kraft. Uns als Partnerunternehmen steht hier ein riesiger, toller Baukasten zur Verfügung, aus dem wir für unsere Kunden innovative Lösungen bauen können. Dadurch ist meine Arbeit fachlich immer wieder neu und anspruchsvoll.

Du bist für ein großes und verteilt arbeitendes Team zuständig. Erfüllt Dich diese Aufgabe?

Ja, das ist noch cooler als der bunte Microsoft-Baukasten. Das Team zu führen und zu entwickeln, macht mir die größte Freude. Dabei bin ich eher Begleiter, Moderator, weniger die klassische Führungskraft. Mich beglückt es zu sehen und dazu beizutragen, dass sich unsere Mitarbeiter entwickeln und an ihren Aufgaben wachsen – und wir damit – zumindest ein ganz klein wenig – auch zum privaten Glück der Kolleginnen und Kollegen beitragen können.

Jeder Mitarbeiter hat ja andere Wünsche. Wie bringst Du dies unter einen Hut?

Wir versuchen jedem sein persönliches Arbeitsmodell zu ermöglichen. Spontane Urlaubsanfragen werden ebenso berücksichtigt wie der Wunsch, längere Reisen oder Auszeiten zu nehmen. Die Arbeitszeiten bestimmt jeder – im Rahmen der Möglichkeiten der Projekte – eigenverantwortlich. Unser Anspruch ist, als Arbeitgeber einzigartig zu sein. Daher investieren wir viel in unser Team. Neben klassischen Feiern gibt es auch mal ein Teamevent und viele Weiterbildungsmöglichkeiten; und diese nicht nur in fachspezifischen Themen.

Bist Du auch Handball- und natürlich THW-Fan?

Sport hat mich immer interessiert, auch Handball. Ich muss allerdings gestehen, dass ich, als ich ganz neu in Kiel war, zuerst dachte, der THW sei das Technische Hilfswerk. Um mitsprechen zu können, bin ich nun aber immer über die Ergebnisse informiert. Die Kieler lieben ihren THW, sind aber in jüngster Zeit durch die Erfolge von Holstein Kiel auch ab und an mal im Fußballstadion. Ich schaue mir beides sehr gerne an, wenn ich nicht gerade auf dem Rad sitze.

Vielen Dank für das Interview, Lutz.

 

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