Vom Speditionskaufmann zum SCM Consultant

Hallo Marvin, seit ein paar Monaten bist du bei uns als Junior SCM Consultant angestellt. Warum hast du dich dafür entschieden?

Mein Berufsleben habe ich als Speditionskaufmann gestartet und ein BWL Studium angehängt. Nach dem Studium habe ich dann als Sales Representative im Bereich ERP und Datev gestartet. Für den Wechsel zu AKQUINET habe ich mich dann entschieden, da ich in meiner jetzigen Position als SCM Consultant meine Erfahrungen aus der IT perfekt mit meinen Logistikkenntnissen verbinden kann.

Woher kommt die Leidenschaft für die Logistikbranche?

Ganz ehrlich: Ich bin da nach der Schule so reingerutscht. Ich habe etwas gesucht, wo ich verschiedene Sprachen nutzen und reisen kann. Und zukunftssicher ist es natürlich auch: Gehandelt wird immer. Ich wollte mich dann aber noch weiterentwickeln. Meiner Meinung nach bringt die IT-Branche genau das mit, was der Logistik-Branche häufig noch fehlt: Den kontinuierlichen und schnellen Wandel. In der Logistik herrschen oftmals ältere Strukturen. Mit unserer Arbeit wollen wir das Beste aus beiden Welten kombinieren.

Wie muss ich mir deine Arbeit genau vorstellen?

Unser Steckenpferd ist die Software CargoWise One. Wir werden von Kunden kontaktiert, die darüber nachdenken das System einzuführen. Dafür müssen wir alle vorliegenden Schnittstellen identifizieren, Prozesse analysieren und Optimierungspotenzial aufdecken. Wir machen also Unternehmens-, Prozess- und IT-Landschaftsberatung … je nach Kundenwunsch.

Hast du vorher schon mit CargoWise One gearbeitet?

Nein, noch nicht. Aber ich werde hier geschult und mache Zertifizierungen. Und man lernt ja auch „on the job“ von den erfahrenen Kollegen. Ich habe schon erste eigene Kunden übernommen und halte Kundenschulungen. Da habe ich zunächst geschluckt, aber nur so lerne ich dazu. Das Team unterstützt mich hier sehr.

Wie wirkt es sich aus, dass wir WiseService Gold Partner sind?

Da wir der einzige WiseService Gold Partner in Deutschland sind, kommen die meisten Kunden direkt zu uns. Gerade herrscht zudem eine Boomphase, denn viele Logistiker wissen, dass sie sich umstellen müssen. Dadurch sind wir stark ausgelastet und suchen weitere Unterstützung. Als Gold-Partner haben wir außerdem einen intensiven Draht zu WiseTech und greifen auf alle Schulungsdaten und Materialien direkt zu.

Und hat die Partnerschaft mit Lobster, einem der führenden Hersteller von Standardsoftware für Daten- und Systemintegration, Einfluss auf deine Arbeit?

Ja, das macht für uns viele Dinge einfacher, denn wir können schneller und gezielter Schnittstellen realisieren. Wenn der Kunde z. B. noch andere Systeme nutzt, können wir die Daten durch Lobster mit CargoWise verbinden und freier anordnen, sodass wir genau das bereitstellen, was der Kunde braucht. Wir sind also auf keine Datenformate mehr angewiesen: Lobster bereitet die Daten so auf, dass die dahinterhängende Software die Daten weiterverarbeiten kann.

Fehlt dir nicht manchmal das Wissen aus einem IT-Studium?

Manchmal merke ich schon, dass ich nie wirklich gelernt habe, zu programmieren. Hier und da kommt einem schon ein Quellcode entgegen. Da muss man sich dann einarbeiten, so schwer ist das aber nicht. Wenn man mit Codes gar nichts anfangen kann, ist es vielleicht nicht das Richtige.

Was reizt dich an der Position des Beraters?

Ich möchte gerne festgefahrene Strukturen aufbrechen und besser gestalten, sodass die Arbeit effektiver und angenehmer wird. Das ist als Berater sehr schnell möglich. Es ist häufig schwieriger, solche Veränderungen aus dem Unternehmen heraus selbst anzustoßen.

Es gibt ja ein paar Vorurteile über Berater: Sie haben eigentlich kein Privatleben, leben nur aus dem Koffer, es geht alles ums Geld und ohne Ellbogenmentalität kommt man nicht weiter. Was sagst du dazu?

Klar ist man innerhalb der Woche häufig im Hotel, aber am Wochenende ist man zuhause. Ich sehe das auch überhaupt nicht negativ, es ist nur nicht unbedingt der Standard. Als Berater sieht man etwas von der Welt. Und zum Geld: Das ist natürlich wichtig, aber nicht alles. Mir muss die Arbeit Spaß machen. Und eine Ellbogenmentalität haben wir bei uns nicht! Ganz im Gegenteil, es ist eher so, dass wir im Team noch stärker sind – davon profitieren unsere Kunden.

Was würdest du Jemanden raten, der/die frisch in die Beratung einsteigt?

Man sollte sich klarmachen, was das bedeutet. Wenn man nicht reisen oder präsentieren möchte, dann passt das nicht. IT-Branche heißt nicht – was viele glauben -, dass wir alle vor dem PC sitzen und mit keinem reden. Ich glaube, es wird in wenigen Branchen so viel gesprochen, wie in der IT.

Nun genug vom Job, was machst du außerhalb deines Berufslebens?

Ich gehe oft auf Konzerte und, wenn der Job es zulässt, mache ich gerne Sport. Ich bin darüber hinaus ein großer Football-Fan und verfolge die Spiele. Und ich koche gerne – wenn man Grillen als Kochen bezeichnet 😉. Musik ist mir auch sehr wichtig, mich sieht man immer mit Kopfhörern.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Marvin. Du hast uns damit einen guten Einblick in deinen Job gegeben!

 

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