Lukas über die agile Softwareentwicklung der „Pirates“

Fullstack Entwickler Lukas ist in der agilen Softwareentwicklung zu Hause. Als Teil des Berliner AKQUINET-Teams erschafft er damit individuelle IT-Lösungen für unsere Kunden. Wir haben mit ihm über seine Leidenschaft für die IT und sein Herzensprojekt – den Hafenmeister – gesprochen.

Wie bist du zu AKQUINET gekommen?

Ich bin seit 2018 Teil des Berliner AKQUINET-Teams. Gestartet habe ich als Werkstudent. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich eine Optimierungssoftware für Reedereien entwickelt. Dabei ging es um die optimale Planung der Schiffsauslastung und -routen. In meiner ersten Woche reisten wir dafür zu einem unserer Kunden, um die Abläufe im Detail zu verstehen. Das war spannend, da ich vorher noch keine Berührungspunkte mit dem maritimen Umfeld hatte. Nach erfolgreicher Bachelorarbeit habe ich hier nahtlos in der Softwareentwicklung gestartet.

Was genau machst du jetzt bei AKQUINET?

Ich bin Teil eines Teams, die sich die „Pirates“ nennen. Der Name kam daher zustande, dass wir anfangs hauptsächlich für die maritime Branche entwickelten. Aktuell gehören neun Entwickler*innen zum Team sowie eine Product Ownerin und unser Allrounder Tassilo, der als unser „Kapitän“ die Übersicht behält und uns durch die Projekte navigiert. Aktuell bewältigen wir sechs Projekte, wobei wir immer darauf achten, dass wir nicht mehr als drei Projekte in einem Sprint gleichzeitig bearbeiten. Eines meiner Herzensprojekte ist der „Hafenmeister“. Daran entwickle ich zusammen mit meiner Kollegin Nadine schon seit meinem ersten Tag.

Was ist der Hafenmeister? Und was ist deine Rolle im Projekt?

Beim Hafenmeister handelt es sich um ein Umschlags- und Verwaltungstool speziell für Binnenhäfen. An diesem Projekt bin ich als Entwickler sehr gewachsen. Alles startete mit einer groben Idee und dann bauten meine Kollegin und ich dafür einen ersten Prototypen. Vieles habe ich mir so kurz nach dem Studium durch Learning by Doing selbst beigebracht. Inzwischen ist das kleine Projekt groß geworden und wird aktuell bei unserem Pilotkunden produktiv eingesetzt. Sehr gefreut habe ich mich, als ich in dem Projekt auch die Rolle des Product Owners übernommen habe, da ich so noch mehr Verantwortung übernehmen kann. Darüber hinaus bin ich in diesem Projekt auch Kundenflüsterer.

Was ist ein Kundenflüsterer?

In unserem Team – wir nennen es DOT (Development & Operation Team) – versuchen wir die klassischen Rollen aufzubrechen. Neben der Rolle des Kundenflüsterers als Hauptansprechperson für den Kunden, gibt es noch die Person des Maschinisten, die das Technische plant. Dann gibt es z. B. noch den bzw. die Schatzmeister*in für das Controlling. Und darüber hinaus gibt es noch die Scrum-Rollen. Als Product Owner schreibe ich die Storys und plane daraus einen zweiwöchigen Sprint. Als Kundenflüsterer übernehme ich vieles in der Außenkommunikation, ich besuche Messen, veranstalte Regelmeetings mit unserem Pilotkunden oder gebe Schulungen.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr?

Unsere Hauptsprachen in der Softwareentwicklung sind Kotlin, Typescript und Java und wir setzen die aktuellen Frameworks wie Spring Boot und Angular ein.

Was reizt dich an dem Job?

Zum einen finde ich es cool zu wissen, dass etwas, was ich entwickelt habe, wirklich von Leuten genutzt wird und täglich ihr Arbeitsleben formt. Dafür tauche ich gerne in andere Welten ein: z. B. in die Binnenschifffahrt, Gesundheitsbranche oder in die Nutzung von Strickmaschinen. Außerdem macht das Arbeiten im Team Spaß und, dass wir stets voneinander lernen. Sowohl technisch von erfahrenen Kolleg*innen als auch methodisch zur Selbstorganisation oder Anforderungsanalyse, um den Kunden die Software zu entwickeln, die sie brauchen. Unser Projektleiter Tassilo ist dabei z. B. ein wirkliches Phänomen, bei dem man sich viel abschauen kann und uns Entwickler*innen auch befähigt, nicht nur die technische Seite, sondern das Gesamtbild eines Projektes zu sehen.

Das klingt nach einem spannenden, aber auch stressigem Berufsleben. Wie schaltest du ab?

Da gibt es vieles. Ich zocke gerne, finde Flugsimulationen cool, singe im Chor, spiele Volleyball und bin Sportschütze. Ein besonderes Hobby, was mich sehr gut abschalten lässt, sind darüber hinaus Pen-&-Paper-Rollenspiele. Ich weiß noch, dass ich erst skeptisch war, aber die Faszination eines solchen Spieleerlebnisses hat mich gepackt. Man kann der Fantasie freien Lauf lassen und sich unbegrenzt Geschichten ausdenken. Das fördert Kreativität und Teamwork. Mit manchen Schulfreunden spiele ich schon seit über zehn Jahren.

Apropos Schulzeit, wie bist du eigentlich zur IT gekommen?

Das Interesse startete in der Tat schon in der Schulzeit. Ich war z. B. seit der 8. Klasse Teil unserer Roboter AG, bei der wir mit selbstgebauten und programmierten Robotern zu Wettkämpfen fuhren. Nach der Schulzeit habe ich zusammen mit einem Freund die AG-Leitung übernommen. Zusammen mit diesem Kumpel habe ich mit 17 Jahren auch eine Webdesign-Firma gegründet, bei der wir für kleinere Unternehmen die Website übernommen haben. Vom Design über die Umsetzung bis zum Hosting. Da wir noch nicht volljährig waren, mussten wir uns unsere Geschäftsfähigkeit erst von einem Gericht bestätigen lassen. Mittlerweile läuft die Firma nur noch nebenbei mit Bestandskunden. Ich war also schon immer von IT fasziniert und da ich bei der Basis anfangen wollte, habe ich mich für den Studiengang Technische Informatik entschieden. Das kann man sich wie einen Mix zwischen Elektrotechnik und Informatik vorstellen. Dieses eher hardwarenahe Studium passte sehr gut zu mir.

Du hast also deine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Vielen Dank für diesen Einblick in eure Softwareentwicklung, Lukas! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit dem Hafenmeister.


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