IT-Expertin Laura bringt Kreativität ins SNOC-Team

Hallo Laura, schön dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Was genau machst du bei AKQUINET?

Ich gehöre bei AKQUINET zum SNOC-Team. SNOC steht für System Network Operating Center. Unser 10-köpfiges Team gehört zum Unternehmensbereich IT-Outsourcing, in dem wir mit 200 Kolleg*innen unseren Kunden Full-Service IT-Lösungen anbieten. Das SNOC-Team steht als Bindeglied dazwischen. Wir unterstützen also u. a. die anderen Teams bei ihrer Arbeit und damit sind unsere Aufgaben sehr vielfältig.

Ihr seid also in fast allen Themenbereichen unterwegs? Klingt herausfordernd.

Das ist es. Aber wir erwarten nicht, dass jeder von uns alles kann. Durch unser gemischtes Team aus Generalisten und Spezialisten sind wir sehr gut aufgestellt. Das Tolle ist, dass sich jeder von uns so aufstellen und weiterentwickeln kann, wie es zu ihm oder ihr passt. Wir haben z. B. Kolleg*innen, deren Herz für Netzwerk-Themen schlägt und die qualifizieren dann die fachlich tieferen Netzwerk-Aufgaben vor, bevor das Netzwerk-Team sie selbst übernimmt oder lösen sie gar selbst.

Kann ich mich bei euch also auch vom Generalisten zum Spezialisten weiterentwickeln?

Ganz genau. Du lernst bei uns alles kennen und kannst – wenn du möchtest – in ein Thema tiefer eintauchen. Das läuft bei uns erst einmal abteilungsintern und dann kann man aber auch direkt das Fachteam ansprechen oder z. B. den Network-Day besuchen, den Jannik aus dem Netzwerk-Team im Karriereblog schon vorgestellt hat. Meine Erfahrung ist, dass man hier jeden ansprechen kann. Die Kolleg*innen nehmen sich die Zeit für dich, wenn du etwas genauer wissen möchtest und andersrum kann auch jeder bei uns reinschnuppern, wenn er oder sie wissen möchte, wie wir im SNOC arbeiten – so eine Unternehmenskultur kannte ich aus meiner vorherigen Firma nicht.

Was meinst du damit?

Vorher hatte ich einen Chef, der sagte, wo es lang geht. Hier ist das anders. Ich kann mich entfalten und mein Arbeitsumfeld selbst mitgestalten. Ich werde gefördert und gefordert und unsere Arbeit wird wertgeschätzt. In Erinnerung geblieben ist mir z. B., dass sich einer unserer Geschäftsführer die Zeit genommen hat, bei einem unserer Abteilungsmeetings dabei zu sein. Es ging hier nicht um Kontrolle, sondern ihn hat einfach interessiert, was wir alles machen. Ein weiteres AKQUINET-Erlebnis, das viel über unsere Kultur aussagt, war ein offenes Meeting für alle Interessierten, in dem ein Kollege offen und ehrlich über seine Erfahrungen mit Burnout und Depressionen gesprochen hat. Auch hier war die Geschäftsführung anwesend und hat gezeigt, dass es hier bei AKQUINET ein offenes Ohr und Unterstützung gibt.

Das ist schön. Was hat dich als Frau eigentlich in die IT verschlagen? 

Ich hatte schon in der Schule eine Leidenschaft für IT. Erst wusste ich nicht, ob Fachinformatikerin für mich das Richtige ist, daher habe ich mich nach der Schule 2013 für eine Ausbildung als Informatikkauffrau entschieden. Ich habe aber dann immer mehr Aufgaben der Systemintegration übernommen und bin somit in dieses Feld gerutscht.

Welchen Rat gibst du Frauen oder Mädchen, die überlegen, in die IT einzusteigen?

Einfach machen. Denkt nicht so viel darüber nach und entscheidet selbst, was zu euch passt. Ich habe in der Schulzeit gemerkt, dass man mich häufig in eine andere Richtung schieben wollte: „Du bist doch so kreativ, mach doch daraus etwas.“ – Aber das wollte ich nicht zu meinem Beruf machen. Das reicht mir in der Freizeit. Ich bin sehr froh, dass ich das durchgezogen habe und meine Kreativität kann ich hier trotzdem einbringen.

Jetzt sind wir aber gespannt: Was machst du denn Kreatives in deiner Freizeit?

Vieles. Ich habe z. B. witzige Weihnachtspullis gestrickt, gerade stricke ich Socken, am Wochenende verbinde ich gerne eine Wanderung mit der Fotografie oder ich baue immer mal wieder etwas aus Holz.

Wow! Und wie kannst du deine kreative Ader im Berufsleben einsetzen?

Da lebe ich die Kreativität anders aus. Wir haben z. B. ein großes Wiki mit vielen Anleitungen und da hilft eine kreative Gestaltung, um alle Themen übersichtlich zu gestalten. Zudem bin ich in unserem Team für das Onboarding neuer Kolleg*innen zuständig und da bringe ich immer wieder neue Ideen ein. Grundsätzlich mag ich die Arbeit bei uns im Team sehr, da wir alle so unterschiedlich sind –jung und alt, mit und ohne Behinderung, Spezialist oder Generalist. Nur mehr Frauen könnten es grundsätzlich in der IT noch sein. Ich habe auch schon gehört, wie gesagt wurde: „Gut, dass wir eine Frau im Team haben, die bringt frischen Wind rein.“ Es werden zwar mehr, aber immer noch schleppend. Da muss ein Umdenken stattfinden.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit in so einem bunten Team?

Sehr gut, auch aktuell aus dem Homeoffice. Wir sind kontinuierlich über Teams im Austausch, haben jeden Morgen ein Stand-up und nachmittags für alle, die Lust haben, eine virtuelle Kaffeerunde. Wir haben einen starken Teamzusammenhalt. Da zu unseren Aufgaben u. a. die Überwachung des Monitoring-Dashboards gehört, also das zeitnahe Reagieren, falls es z. B. zu Ausfällen kommt, muss das SNOC-Büro zwischen 8 und 18 Uhr besetzt sein. Wir haben das in zwei Schichten aufgeteilt, die wöchentlich wechseln. Aber wenn man mal nicht kann oder spontan Urlaub nehmen muss, dann springt immer jemand ein. Wir unterstützen uns da gegenseitig.

Jetzt mal ehrlich: Das klingt alles so gut. Was nervt dich auch mal?

Puh, da gibt es nicht wirklich was – und da bin ich ehrlich. Obwohl: Manchmal nervt mich die Spätschicht – besonders wenn die Sonne scheint, aber ich mache das gerne, da ich mich hier wohlfühle und das gehört dann dazu. Neben der Arbeitsatmosphäre reizt mich auch das Fachliche. Als Dienstleister werden wir immer wieder mit neuen Aufgaben konfrontiert, gerade arbeiten zwei Kollegen und ich uns komplett neu in die O365-Welt bei einem Kunden ein und dieses Eintauchen in eine komplett neue Umgebung finde ich super spannend.

Vielen Dank für das Interview, Laura!


An unseren Full-Service IT-Lösungen ist auch unsere Kollegin Sallo beteiligt. Als IT-Systemadministratorin kümmert sie sich gemeinsam mit ihrem Team um alles rund um Windows Server. Als alleinerziehende Mutter hat sie in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass ihr weniger im Beruf zugetraut wird. Das ist bei AKQUINET anders. Mehr erzählt sie uns im Interview: