46 Jahre in der IT-Branche: Walter geht in Rente

Unser Kollege Walter ist Leiter des Competence Centers Mainframe & Print Services am Standort Itzehoe. Zusammen mit seinem Team sitzt er im AKQUINET-Rechenzentrum im Gebäude unseres Outsourcing-Kunden, den Itzehoer Versicherungen. Seit 13 Jahren ist er bei AKQUINET. Nun packt er seine Sachen und verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand. Wir haben ihn gefragt, wie sich das anfühlt.

Hallo Walter, wie ist es, so kurz vor der Rente zu stehen?

Das ist schon verrückt. Erst scheint es weit weg zu sein, dann redet man auf einmal von ein paar Jahren, dann von Monaten und jetzt stehe ich wirklich kurz davor. Aber ich muss sagen, dass es ein unheimlich tolles Gefühl ist. Ich glaube, alles hat seine Zeit und für mich ist die Zeit gekommen, meine Akkus mal wieder voll aufzuladen und meine Position einer neuen Generation zu überlassen. Nach 46 Jahren Berufsleben, in denen ich selten krank war und oft vor großen Herausforderungen stand, freue ich mich auf den Ruhestand.

Woran denkst du, wenn du an die Zeit bei AKQUINET zurückblickst?

Da denke ich zunächst an mein kleines Team in Itzehoe. Diese Truppe ist einfach außergewöhnlich. Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben viele Herausforderungen zusammen gemeistert und es hat richtig Spaß gemacht. Auch über mein Team hinaus habe ich sehr viele tolle Kolleg*innen kennengelernt. Dafür bin ich sehr dankbar. In Erinnerung bleiben mir auch die AKQUINET-Sportevents. Ich habe mit Kolleg*innen Volleyball und Badminton gespielt und war bei unterschiedlichen Sport-Events dabei. Insgesamt ist AKQUINET währen der Zeit extrem gewachsen. Ich habe das Unternehmen immer als zielstrebig und vorwärtsorientiert wahrgenommen, für mich war AKQUINET immer auf dem richtigen Weg – das habe ich bei vorherigen Arbeitgebern manchmal bezweifelt. Jetzt mit Themen wie Agilität und New Work muss man mal schauen, wohin die Reise geht. Ich wünsche AKQUINET, dass die Kolleg*innen hier den richtigen Weg wählen. Ein anderes Thema, an das ich denke, wenn ich zurückblicke, ist die berufliche Inklusion von Menschen mit einer Behinderung. Ich hatte, bevor ich bei AKQUINET startete, keine Berührungspunkte damit und das hat mich sehr bereichert.

Welche Berührungspunkte mit beruflicher Inklusion hattest du?

Kurze Zeit nach meinem Start bei AKQUINET kam mein Kollege Timo in unser Team. Für alle war es neu, mit einem gehörgeschädigten Kollegen zusammenzuarbeiten. Timo hatte aber Gott sei Dank viel Geduld mit uns, denn wir mussten uns erst ein einmal daran gewöhnen, jemanden immer von vorne anzuschauen, damit er deine Lippen lesen kann, deutlich zu sprechen und nichts vor den Mund zu halten – aktuell mit der Maske leider unmöglich. Timo hat es uns immer leicht gemacht und wir behandeln ihn nicht anders.

Du blickst ja nicht nur auf die Zeit bei AKQUINET zurück, sondern auf insgesamt 46 Jahre Berufserfahrung. Woran denkst du da?

Ja, das ist schon eine lange Zeit, in der sich viel verändert hat. Ich war schon immer in der IT tätig und heutzutage kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass man mit Lochkarten gestartet hat. Großrechner haben ganze Hallen gefüllt und heute hat ein solcher die Größe eines 19 Zoll Racks. Wenn ich auch so zurückblicke, merke ich auch, wie viel sich gesellschaftlich verändert hat. Gelernt habe ich bei Robotron – dem Computerhersteller der DDR. Über all die Jahre hatte ich unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Kolleg*innen, manche kamen neu dazu, andere gingen, manche verstarben aber auch. Insgesamt blicke ich auf eine sehr vielfältige, heraufordernde, aber auch schöne Zeit zurück. 

Du hast also viele Erfahrungen gesammelt. Welche Tipps hast du für alle, die noch mitten im Berufsleben stehen?

Das ist eine schwierige Frage. Manchmal hatte ich auch einfach Glück bei meinen Entscheidungen. Was mir aber in meiner ganzen Berufslaufbahn geholfen hat, war mein Optimismus. Eine positive Grundhaltung hat meine Arbeit immer erleichtert. Natürlich war man auch mal landunter und genervt, aber den Kopf in den Sand zu stecken, hilft niemandem. Diese positive Grundhaltung hatten auch viel meiner Kolleg*innen und das hat vieles erleichtert. Ich schaue sehr positiv auf all die Jahre zurück und möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die mich im täglichen Job und in Projekten begleitet haben oder auch mal privat zugehört haben. Ich hoffe, dass ich diesen Menschen als angenehmer Mitstreiter in Erinnerung bleibe.

Wie ist es, während Corona – also sozusagen aus dem Homeoffice – in Rente zu gehen?

Es ist schon schade, dass ich in meinem letzten Jahr wenig im Büro war. Ich sehe lieber die Menschen persönlich, mit denen ich zusammenarbeite. Aber da ich ohnehin eher der Typ der leisen Worte bin, passt so ein ruhiger Abgang dann vielleicht doch ganz gut zu mir. Und vielleicht komm ich einfach noch einmal im Sommer vorbei, denn man darf auch nicht vergessen, wie viel Zeit man doch mit den Kolleg*innen tagtäglich verbringt und das werde ich sicher auch mal vermissen. 

Was hast du für die kommende Zeit geplant? 

Einiges. Als Hobby-Handwerker, Sportler und jemand, der gern reist, habe ich vieles auf meinem Zettel stehen. Ich befürchte fast, dass die Anzahl der Jahre dafür gar nicht mehr ausreicht. Das Wichtigste ist aber natürlich meine Gesundheit, das ist mir im letzten Jahr noch bewusster geworden – wenn man so kurz vor der Zielgerade ist und dann eine Pandemie für Unsicherheit sorgt. Ich bin daher froh, mich fit und gesund zu verabschieden. In den letzten Wochen hat sich aber auch ergeben, dass ich noch ein paar Stunden im Monat für Fragen meines Teams erreichbar bin. Bei der Übergabe blieben noch wenige Punkte offen, aber das mache ich gerne, denn mein Team möchte ich nicht im Stich lassen, das ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Vielen Dank für deine Zeit. Wir wünschen dir alles Gute, Walter.


Walter hat berichtet, dass AKQUINET während seiner Zeit ziemlich gewachsen ist: Neue Kolleg*innen sind hinzugekommen und weitere Gesellschaften haben sich AKQUINET angeschlossen. Unser Kollege Henrik hat sich auf die Fahne geschrieben, den Austausch übergreifend zu stärken. Lernt Henrik in diesem Beitrag kennen: